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Bern, Switzerland: Reiseführer

Eine UNESCO-Altstadt in einer Flussschleife: Lauben, Brunnen und Schweizer Gelassenheit im Spaziertempo.

  • Beste Zeit: Mai bis September
  • Tagesbudget: $150 bis $260 USD
  • Ideale Reisedauer: 2 bis 3 Tage

Die Schweizer Bundesstadt schmiegt sich in eine Schleife der Aare. Sechs Kilometer Sandsteinarkaden beherbergen Geschäfte, Kellerbars und mittelalterliche Brunnen, die seit 500 Jahren unverändert am selben Ort stehen. Im Sommer lassen sich die Einheimischen nach Feierabend den Fluss hinuntertreiben und steigen bei der Parlamentswiese wieder an Land. Joy Plus stimmt Ihren Bern-Besuch genau auf diesen Rhythmus ab: Altstadt am Vormittag, Fluss und Dächerpanorama später.

Viertel

  • Altstadt: Das UNESCO-Welterbe: die von Lauben gesäumte Kramgasse, der Zytglogge, das Münster und die Figurenbrunnen.
  • Matte: Das tief gelegene Uferviertel unterhalb der Altstadt, historisch das Handwerkerquartier und heute malerisch und ruhig.
  • Lorraine & Breitenrain: Jüngere Stadtteile nördlich der Aare mit günstigeren Cafés und studentisch geprägten Lokalen.
  • Kirchenfeld: Das Museumsviertel jenseits der Kirchenfeldbrücke mit dem Einstein Museum und dem Historischen Museum.

Was tun

  • Figurenspiel am Zytglogge: Erleben Sie das faszinierende Schauspiel der 800 Jahre alten astronomischen Uhr jeweils vier Minuten vor der vollen Stunde.
  • Unter den Lauben flanieren: Sechs Kilometer geschützte Arkaden bilden die längste überdachte Einkaufspromenade ganz Europas.
  • Aareschwimmen: Lassen Sie sich im Sommer im gletschergrünen Wasser vom Eichholz bis zum Marzilibad treiben, kostenlos und tief in der Berner Kultur verwurzelt.
  • Aussichtspunkt Rosengarten: Spazieren Sie hinauf zum Rosengarten und geniessen Sie den klassischen Postkartenblick über die Altstadtschleife.

Geheimtipps

  • Einsteins einstige Wohnung an der Kramgasse, in der er die Relativitätstheorie entwickelte.
  • Die Gewölbekeller-Restaurants und Kleintheater, die sich unter dem Strassenniveau entlang der Lauben verbergen.
  • Der Gurten, Berns Hausberg, der per Standseilbahn erreichbar ist und Picknicks mit Alpenblick bietet.
  • Der BärenPark am Flussufer, in dem die Wappentiere der Stadt zu Hause sind.

Was essen

  • Berner Platte, das traditionelle Festmahl aus verschiedenen Fleischsorten und Sauerkraut
  • Emmentaler und Gruyère vom beliebten Samstagsmarkt auf dem Bundesplatz
  • Zibelechueche, die herzhafte Zwiebeltorte, besonders zur Zeit des Zibelemärit im November
  • Meringue mit Doppelrahm, eine Spezialität aus dem Berner Oberland

Unterwegs

Die Altstadt lässt sich hervorragend zu Fuss erkunden und ist weitgehend autofrei. Trams und Busse erschliessen den Rest der Stadt, und in den meisten Hotels erhalten Übernachtungsgäste ein kostenloses Bern Ticket für den Nahverkehr. Der Bahnhof Bern ist ein zentraler Knotenpunkt: Zürich und Basel sind rund eine Stunde entfernt, Interlaken 55 Minuten und Luzern eine Stunde. Bis zum Flughafen Zürich reist man in etwa zwei Stunden von Tür zu Tür.

Sicherheit

Bern gehört zu den sichersten Hauptstädten Europas, und man kann sich auch nachts vollkommen unbesorgt zu Fuss bewegen. Die grössten Risiken sind praktischer Natur: Die Strömung der Aare ist stark und das Wasser kühl, weshalb man nur an gekennzeichneten Stellen einsteigen und stets die Haltestangen beim Ausstieg nutzen sollte. Bei Regen kann das Kopfsteinpflaster rutschig werden. Das Wasser aus den Stadtbrunnen ist bedenkenlos trinkbar, sofern es nicht ausdrücklich als kein Trinkwasser gekennzeichnet ist.

Häufige Fragen

Wie viele Tage sollte man für Bern einplanen?

Zwei Tage reichen völlig aus, um die Altstadt, die Museen und einen Sprung in die Aare entspannt zu erleben. Planen Sie einen dritten Tag ein, wenn Sie einen Ausflug nach Interlaken, Gruyères oder Luzern unternehmen möchten, die alle unter 90 Minuten mit dem Zug erreichbar sind.

Lohnt sich ein Besuch in Bern?

Ja, besonders für Reisende, die historische und gut zu Fuss erkundbare Städte schätzen. Bern besitzt eines der besterhaltenen mittelalterlichen Zentren der Schweiz, zählt zum UNESCO-Welterbe und ist deutlich ruhiger und erschwinglicher als Zürich oder Genf, bietet aber dennoch erstklassige Zugverbindungen.

Kann man in Bern in der Aare schwimmen?

Ja, idealerweise von etwa Juni bis September, wenn die Wassertemperatur 18 bis 21 Grad erreicht. Die Einheimischen steigen beim Eichholz oder Marzili ein und lassen sich flussabwärts treiben. Da die Strömung kräftig ist, sollte man nur schwimmen, wenn man absolut sicher im Wasser ist, und stets die dafür vorgesehenen Haltestangen zum Aussteigen nutzen.

Ist Bern teuer?

Es gelten die üblichen Schweizer Preise. Rechnen Sie mit einem Tagesbudget von etwa 150 bis 260 Dollar. Die Kosten lassen sich spürbar senken, indem man sich mittags bei Coop oder Migros verpflegt, das kostenlose Trinkwasser aus den Brunnen nutzt und mit dem Nahverkehrsticket fährt, das fast jedes Hotel zur Verfügung stellt.

Bern oder Zürich: Welches Reiseziel ist besser?

Bern punktet mit mittelalterlichem Flair, kurzen Wegen und Ruhe, während Zürich mehr Nachtleben, eine riesige Gastronomieszene und weltweite Flugverbindungen bietet. Wer nur einen Tag Zeit hat und das klassische historische Schweizer Ambiente sucht, wählt Bern.

Wann ist die beste Reisezeit für Bern?

Von Mai bis September laden die Aare zum Schwimmen, sonnige Aussenterrassen zum Verweilen und klare Tage zu weiten Blicken auf die Alpen ein. Der Dezember verzaubert mit stimmungsvollen Weihnachtsmärkten, und Ende November lockt der Zibelemärit als das grösste Volksfest der Stadt.

Eignet sich Bern für Alleinreisende?

Ausgesprochen gut. Die Stadt ist extrem sicher, überschaubar und ohne Orientierungsstress zu erkunden, zudem sprechen sehr viele Menschen Englisch. Da das Nachtleben ruhiger ist als in Zürich, empfiehlt sich für Alleinreisende auf Kontaktsuche eine Unterkunft in Bahnhofsnähe oder die Teilnahme an Touren ins Berner Oberland.


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