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Bremen, Germany: Reiseführer

Eine hanseatische Märchenstadt mit einem UNESCO-Marktplatz, der verwinkelten Böttcherstraße und Biergärten direkt am Flussufer.

  • Beste Zeit: Mai bis September
  • Tagesbudget: $110 bis $220 USD
  • Ideale Reisedauer: 2 Tage

Bremen blickt auf 1.200 Jahre Seehandel und ein weltberühmtes Volksmärchen zurück. Der Marktplatz gehört zum UNESCO-Welterbe und begeistert mit einem Rathaus im Stil der Weserrenaissance und Gotik, dem riesigen Roland sowie der bronzenen Skulptur der Stadtmusikanten gleich um die Ecke. Die Böttcherstraße ist eine faszinierende expressionistische Gasse, das Schnoorviertel ein Labyrinth aus Fischerhäuschen des 15. Jahrhunderts, und das Weserufer füllt sich den ganzen Sommer über mit lebendigen Biergärten.

Viertel

  • Altstadt & Marktplatz: Der UNESCO-Platz mit dem Rathaus, dem Roland, dem St. Petri Dom und der Skulptur der Bremer Stadtmusikanten.
  • Schnoorviertel: Das älteste Viertel der Stadt: ein Gewirr aus winzigen Giebelhäusern voller Kunsthandwerksläden, Cafés und Galerien.
  • Schlachte: Die Weserpromenade mit zahlreichen Biergärten, Barschiffen und sommerlichen Sonnenterrassen.
  • Viertel (Ostertorsteinweg): Bremens alternatives Szeneviertel mit Vintage-Läden, Bars, Programmkinos und der Kunsthalle Bremen.

Was tun

  • Führung durch das Bremer Rathaus: Ein UNESCO-Welterbe mit der prunkvollen Oberen Rathaushalle und einem historischen Weinkeller im Untergeschoss.
  • Die Beine des Esels reiben: Die Statue der Bremer Stadtmusikanten von Gerhard Marcks: Das Umfassen beider Vorderbeine gilt bei Einheimischen als echter Glücksbringer.
  • Durch die Böttcherstraße spazieren: Eine expressionistische Backsteinstraße aus den 1920er Jahren mit dem Haus des Glockenspiels, dem Paula Modersohn-Becker Museum und einem goldenen Eingangsrelief.
  • Sich im Schnoor verlieren: Mittelalterliche Gassen, kaum breit genug für zwei Personen, die man am besten früh morgens vor Geschäftsöffnung erkundet.
  • Das Universum Bremen besuchen: Ein silbernes Science Center in Form eines Wals mit interaktiven Experimenten, ideal für Regentage und Familien.

Geheimtipps

  • Eine Führung durch die Beck's Brauerei am westlichen Weserufer inklusive Verkostung.
  • Die Windmühle am Wall in den parkartigen Wallanlagen, die die Altstadt umgeben.
  • Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven, nur eine Stunde Zugfahrt nördlich gelegen.
  • Der Bremer Ratskeller, einer der ältesten Weinkeller Deutschlands, der einen Jahrgang von 1727 lagert.

Was essen

  • Knipp, eine deftige Grützwurst mit Haferflocken und Schweinefleisch, knusprig gebraten mit Bratkartoffeln
  • Labskaus, das klassische Seemannsgericht aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Roter Bete und Spiegelei
  • Ein kühles Beck's oder Bremer Weizen an der Schlachte
  • Bremer Kluten (Pfefferminz-Schoko-Spezialität) und Bremer Klaben aus den Traditionsbäckereien im Schnoor

Unterwegs

Die Altstadt lässt sich bequem an einem einzigen Nachmittag zu Fuß entdecken. Ein dichtes Straßenbahnnetz verbindet das Viertel, die Universität und den Flughafen in nur 11 Minuten. Fahrräder prägen das Stadtbild dank der flachen Topografie. Züge bringen Reisende in einer Stunde nach Hamburg, in einer Stunde nach Hannover und in etwa 40 Minuten nach Bremerhaven.

Sicherheit

Bremen ist insgesamt eine sichere Stadt. Der Bereich direkt um den Hauptbahnhof und die Discomeile kann spät nachts etwas ungemütlich wirken; nutzen Sie hier lieber die Straßenbahn statt zu laufen. Achten Sie im Gedränge an der Schlachte und auf dem Freimarkt gut auf Ihre Wertsachen. Die Radwege sind stark befahren, schauen Sie daher immer kurz nach links und rechts, bevor Sie den Bordstein betreten.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man in Bremen?

Ein voller Tag reicht aus für den Marktplatz, das Rathaus, die Böttcherstraße, den Schnoor und einen Abend an der Schlachte. Mit zwei Tagen bleibt Zeit für die Kunsthalle, das Universum, eine Beck's Brauereitour oder einen Ausflug nach Bremerhaven.

Lohnt sich eine Reise nach Bremen?

Ja, besonders als Zwischenstopp für ein oder zwei Nächte zwischen Hamburg und den Niederlanden. Der UNESCO-Marktplatz, die märchenhaften Stadtmusikanten und das mittelalterliche Schnoorviertel verleihen der Stadt einen bilderbuchhaften Charme ganz ohne riesige Touristenströme.

Wofür ist Bremen bekannt?

Für das Märchen der Brüder Grimm über die Bremer Stadtmusikanten, das zum UNESCO-Welterbe zählende Rathaus samt Roland, die maritime Handelstradition als Hansestadt, das Beck's Bier und die expressionistische Böttcherstraße.

Ist Bremen teuer?

Für deutsche Verhältnisse moderat: Rechnen Sie mit $110 bis $220 pro Tag. Hotels kosten meist $80 bis $150, Hauptgerichte $14 bis $22 und ein Bier etwa $4.50. Die meisten Highlights der Altstadt, darunter der Marktplatz und der Schnoor, kosten keinen Eintritt.

Wie reist man am besten nach Bremen?

Der Flughafen Bremen liegt mit der Straßenbahnlinie 6 nur 11 Minuten vom Zentrum entfernt. Züge aus Hamburg brauchen etwa eine Stunde, aus Hannover eine Stunde und aus Berlin rund drei Stunden. Der Hauptbahnhof ist zu Fuß in zehn Minuten vom Marktplatz erreichbar.

Wann ist die beste Reisezeit für Bremen?

Mai bis September für entspannte Stunden auf den Flussterrassen und lange Sommerabende. Der Bremer Freimarkt Ende Oktober zählt zu den ältesten Volksfesten Deutschlands, und der Weihnachtsmarkt samt mittelalterlichem Schlachte-Zauber im Dezember bietet eine stimmungsvolle Kulisse.

Eignet sich Bremen für Alleinreisende?

Ja. Das Zentrum ist überschaubar, sicher und bequem zu Fuß zu erkunden. Im Viertel gibt es ungezwungene Kneipen, in denen man auch allein sofort Anschluss findet, und Englisch wird fast überall verstanden. Da die Bahnen bis spät in die Nacht fahren, muss man von der Schlachte nicht zu Fuß nach Hause gehen.


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